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Brennende Liebe

Brennende Liebe

Welch eigenartiger Wandel in meiner Welt,
der blaue Himmel erst von weißen Wolken durchgerbt
hat sich fürchterlich Blutrot gefärbt.
Um die Nase wehte kalte, klare Winterluft
Nun trägt sie einen warmen, schweren, aschigen Duft.


Von dicken, schwarzen Schwaden verhängt,
steht die sonne Hoch im Himmelszelt,
Und trotz ihrer Pracht, ist es ein brennender Stern der mit voller Kraft die Welt erhellt
Der eilig gen Erdboden rennt mit langem Schweif,
auf seiner Reise alle Luft verbrennt.

Und als aller Raum um mich her, in seinem Schatten start,
erkannte ich was da fiel, erkannte ich was es wart.

Habt Ihr den Engel gesehen! Habt Ihr die Liebe gesehen!
Sie hat ihm die Schwingen entflammt,
Ihn vom Himmel
über Erden zur
Hölle gesandt,
Hat ihm die Flügel verbrannt! Versah Ihn mit Qual, aus der sein Klagelied entstammt:

Könnt Ihr mich Fallen Sehen?
wer erhört mein flehen?
Trage eine Strafe schwer wie die von 1000 Dieben,
Hatte schlechtes nie im Sinn, wollte nur wieder kämpfen, nur wieder Lieben…

Die Melodie zersplittert mit Ihm auf den Boden,
sein Gebein wurde nie gehoben.
Und so sind es wieder dieselben Fragen, die die Ohren betören,
Was passiert, wenn ich es wage... wird neue Liebe auch meine neue Welt wieder zerstören?


© Florian Schmidt, 2008

1 Kommentar 9.3.08 18:49, kommentieren