Ironie

Ironie

Stehe hier, mit letzter Kraft auf einen Stock gestützt, und Predige den Rücken nicht zu krümmen.
Krächze mit rauer Kehle, wie man Klare Worte Spricht.
Die Augen fast schon trüb, verlange stehst klare sicht.

Habe lange schon nichts mehr zu Sagen, und finde ständig neue Sätze,
Keine Kraft mehr weiterzumachen, und fordere das Äusserste.
Sitze hinter hohen Mauern, sage steht’s, dass man sich nicht versteckt
Hasse mich gründlich, innig für alles selbst, fordere von jedem bedingungslos Respekt.

Ein gebrochener Mensch, bei dem Versuch das Unverbrauchte zu formen,
Ein Verlierer, der steht’s jedem das Spiel erklärt und das Gewinnen lehrt.
Ein Fuchs, steht’s ein Hirte für allerhand Federvieh,

Innerlich tot, leb ich mein leben fort.

Was für eine Ironie…


© Florian Schmidt 2008

Widmung:
für dich, mein liebes, kostbares Leben.

13.9.08 23:19

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