Von Reue und Sehnsucht


Von Reue und Sehnsucht

Ausgesperrt aus deinem Leben, von dir ins Exil gebannt,
Zu Recht verstoßen von deiner Hand.
Doch sollte nicht auch der größte Sünder Gnade finden?
Tag für Tag beginne ich mit dem Versuch zu lächeln,
doch das Lachen ist mit dir endgültig gegangen.
Ständig warst du in meinem Zorn gefangen
Ständig habe ich dich angegangen.
Ganz von Fehlern spreche ich dich hier nicht frei,
Doch mich selbst unschuldig zu sprechen,
wäre höchste Hechelei.
Als ewiger Besucher wandelst du durch meinen Verstand,
kaum einen Augenblick, an dem du mir nicht fehlst.
Zornig und Blind zog ich in den Kampf, und rannte unwissend, ungebremst gegen eine Wand.
Nicht mit Händen oder Stahl hieb ich auf dich ein,
Ich wählte das Wort zum Schwert, und stieß es tief in deine Seele rein.
Eine ewige Zeit kämpftest du dagegen an, schlugst tapfer um mich diese Schlacht voran
Bis dich irgendwann, wer könnte es verdenken, die Kraft verlies, dass Monster in mir die Oberhand gewann.
Vermochte Freund von Feind nicht mehr zu trennen, konnte nur noch ins Verderben rennen.
Zeigte dir die Zähne... drohte dich mit Ihnen zu zerreißen, du bist geflohen
Und mein Erwachen zu spät gekommen, ich habe dich mir selbst genommen.
Seit dein Abschied war gekommen, hat die Sehnsucht in mir nur noch zugenommen.
Mit dir wandelte ich durch die Finsternis in meinem Leben, begleitetest mich.
Standest eisern an meiner Seite, doch von Dunkelheit erblindet, erkannte ich im Finstern dein leuchten nicht.
Nun lebe ich so vor mich hin, vereinsame mehr durch jeden Tag.
Jeden Tag trübt mein Auge eine Träne in Gedenken an dich,
Verdammt: es tut mir alles so leid, du fehlst mir fürchterlich!

© Florian Schmidt, 2009



Widmung:
für dich, die du vor mir geflohen bist...

29.1.09 15:17

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen